Ich möchte dir erzählen, warum Faszien, Auflage und Atmung den Körper so tief verändern
In Hipo Yoga arbeite ich nicht nur mit Muskeln oder sichtbaren Haltungen. Ich gehe zu dem Netz, das den Körper verbindet, zur Qualität der Auflage und zu der Art, wie du atmest, dich hältst und den inneren Druck regulierst.
Wenn sich diese Basis verändert, verändern sich auch Haltung, innerer Tonus und die Art, wie du dich bewohnst.
Die Faszie
Sie ist eine der großen Eingangstüren zum Körper
Für mich ist die Faszie das Netz aus Bindegewebe, das alles umhüllt, verbindet und kommuniziert. Sie wirkt an Haltung, Bewegung, Sensibilität und auch an der Körpererinnerung mit.
Wenn dieses Netz Elastizität und Gleitfähigkeit zurückgewinnt, fühlt sich der Körper weniger zusammengedrückt an und beginnt, von innen mehr Raum zu finden.
Die oberflächliche Faszie beteiligt sich an der Beweglichkeit der Haut und an der Beziehung zur Umgebung.
Die tiefe Faszie begleitet Muskeln, Knochen und Nerven und beeinflusst die Koordination der Bewegung.
Auch die viszerale und kraniale Faszie werden von Atmung, Druck und dem Zustand des Nervensystems beeinflusst.
Füße und Hände
Sie sind Wurzeln und zugleich Antennen
Oft beginne ich mit den Extremitäten, weil dort eine enorme Menge sensorischer Information ankommt. Wenn Füße und Hände aufwachen, reagiert der restliche Körper.
Die Füße geben Verankerung, Richtung und eine reale Basis für die Aufrichtung zurück.
Die Hände helfen dabei, fasziale Ketten zu öffnen, die Arme zu aktivieren und die Körperwahrnehmung zu erweitern.
Fußmassage, Zehenbeweglichkeit und Veränderungen der Auflage reaktivieren die Körperlandkarte.
Wenn die Auflage besser wird, finden auch Zwerchfell, Becken und Atmung mehr Raum.
“Besser zu atmen bedeutet nicht nur, mehr Luft zu holen. Es bedeutet, dem Körper eine andere Art zu geben, sich zu tragen, sich zu regulieren und inneren Raum zu öffnen.”
Atmung
Sie ist die Brücke zwischen Struktur und innerem Zustand
Die Art, wie du atmest, spiegelt viel davon wider, wie es dir innen geht. Kurzes, hohes oder blockiertes Atmen beeinflusst Haltung, Nervensystem und den Raum von Bauch und Brustkorb.
1
Die Rippen weitenIch suche eine Atmung, die weniger zusammensackt und weniger im oberen Brustraum hängen bleibt.
2
Das Zwerchfell spürenEs hört auf, eine abstrakte Idee zu sein, und wird zu einer konkreten körperlichen Referenz.
3
Das System regulierenDie geführte Atmung hilft, von Alarmbereitschaft in einen empfänglicheren und stabileren Zustand zu wechseln.
4
Inneren Raum schaffenWenn der Atem besser fließt, entstehen Leichtigkeit, Bauchhalt und eine weniger zusammengedrückte Haltung.
Hypopressiv
Ich integriere sie, wenn der Körper bereits genügend Auflage und Klarheit gefunden hat
In Hipo Yoga erscheinen Hypopressiv-Übungen weder als isolierte Technik noch als Selbstzweck. Ich integriere sie, wenn der Körper bereits über genug innere Orientierung verfügt.
Sie helfen, die Verbindung zwischen tiefem Bauch, Brustkorb, Zwerchfell und Beckenboden besser wahrzunehmen.
Sie ermöglichen es, intraabdominalen Druck und die Richtung des inneren Halts bewusster zu bearbeiten.
Sie werden nicht nur geübt, um den Bauch „einzuziehen“, sondern um die Haltung von innen neu zu organisieren.
Schwangerschaft, nicht stabiler Bluthochdruck oder bestimmte Hernien erfordern eine vorsichtige Einschätzung, bevor sie integriert werden.
Kontakt
Wenn du diese Arbeit vertiefen möchtest, kannst du mir schreiben
Ich erzähle dir gern, wie ich Faszien, Atmung und Zentrum in die Praxis einbinde.
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